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Was wir wollen

Wir wollen Persönlichkeiten stärken, Emotionen und Erfahrungen kreativ verarbeiten, Querdenken als Andersdenken –  in neuen Wegen – etablieren für eine ungewisse Zukunft, Empathie für Respekt und Vielfalt fördern, unsere Sinneseindrücke schärfen und den Ausdruck durch musisches, musikalisches, bildnerisches und plastisches Gestalten ermöglichen.

Wir wollen am kulturellen Umfeld teilhaben, aktiv Kultur gestalten und darüber Gesellschaft mitgestalten.

Musik und Kunstunterricht haben wöchentlich je 90 Minuten Zeit dafür. In der fünften und sechsten Klasse. Ab Jahrgang sieben wechseln die beiden Fächer sich dann ab. Nicht abgebildet werden darin Theater, Tanz, Zirkus und Film.

Das ist eher knapp für oben genannte Ziele.

Dennoch ist es erstaunlich, wie viel entsteht, wie offen sich unsere Schülerinnen und Schüler auf ästhetische Forschungsreisen begeben und wie unterschiedlich und spannend die entsprechenden Ergebnisse sind. Ich schreibe mal „WOW“.

Das kann ursächlich nicht an neunzig Minuten Kunst - und Musikunterricht liegen. So gerne ich das behaupten würde. Die Vielfarbigkeit dieser Federn kommt offensichtlich auch aus fremder Hand. Sprich: Viele nehmen bereits privat aktiv teil. Sie singen, zeichnen und basteln, forschen und tanzen und denken anders.

Wir profitieren daraus und erquicken uns an den Ergebnissen.

Für den Kunstunterricht im Jahrgang sieben hieß das in diesem Schuljahr, sich Bilder von Künstlern und Künstlerinnen anzusehen, anzueignen, umzudeuten und künstlerische Verfahren zu erproben.

Natura Morte im Bild, als Objekt oder im Objekt als Schimmelexperiment.

Weshalb entschieden sich Künstlerinnen und Künstler für vergängliches Material, wenn sie Installationen bau(t)en. Ist dem Material die Vergänglichkeit immanent?

Die Stillleben, ins Dreidimensionale übersetzt, scheinen wie Bühnenarrangements.

Paardarstellungen untersuchen, in Teamarbeit, die Bedeutung von Beziehung zu dechiffrieren anhand von Nähe bis zur Berührung, Blickrichtung, Ausrichtung und räumlichen Setting, oder nachspüren, zitieren und modellieren. Ach, KI-Überarbeitung wurde auch noch erprobt. Wir bleiben ja in der Zeit…

Schade, dass wir uns erst in Klasse 9 wiedersehen.

Anika Rosenberg