Zeitfensterwoche Oktober 2026
Zusammenwachsen: Eine Woche voller Ideen, Begegnungen und neuer Perspektiven
Bauen, forschen, spielen, tanzen, schreiben und Theater spielen statt Unterricht nach Stundenplan: In der Zeitfensterwoche (der ersten Woche nach den Herbstferien) stand an der Emmy-Noether Schule alles im Zeichen des Zusammenwachsens. Die Schülerinnen und Schüler aller vier Jahrgangsstufen beschäftigten sich mit wichtigen Fragen unseres Zusammenlebens – von einer starken Klassengemeinschaft über den Schutz unserer Umwelt bis hin zu einer Schule der Zukunft und einer Gesellschaft, in der alle dazugehören.
Jahrgang 5: Gemeinsam stark – Teambuilding mit Theater
Wie wächst aus einer Klasse eine starke Gemeinschaft? Die Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs gingen dieser Frage auf vielfältige Weise nach. Sie setzten sich mit dem Thema (Cyber-)Mobbing auseinander und machten gemeinsam deutlich: Wir stehen zusammen und sprechen uns klar gegen Mobbing aus!
Ein besonderes Zeichen für ihre Gemeinschaft setzten sie mit einem selbst gestalteten Klassenbaum. Seine Botschaft bringt das Miteinander auf den Punkt: „Wir sind bunt, wir sind verschieden, wir lernen mit- und voneinander.“
Auch bei der anschließenden Teamplayer-Olympiade war Zusammenhalt gefragt. Ob beim Bau eines Spaghetti-Turms, bei der Schatzsuche oder auf dem fliegenden Teppich – die Aufgaben ließen sich nur mit Teamgeist, Kreativität und guter Zusammenarbeit meistern. So konnten die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler erleben, wie viel sich gemeinsam erreichen lässt.
Jahrgang 6: Nachhaltigkeit – unsere Umwelt im Blick
Wie können wir unsere Umwelt schützen und die Vielfalt der Natur bewahren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der sechste Jahrgang. Dabei standen sowohl der Umgang mit Müll als auch der Schutz der Biodiversität im Mittelpunkt.
Bei einer anschaulichen Führung über den Recyclinghof erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was mit unserem Abfall geschieht und wie wichtig ein bewusster Umgang mit Ressourcen ist. Anschließend wurden sie selbst aktiv und sammelten Müll – dabei kamen teilweise erstaunliche Mengen zusammen.
Auch die Artenvielfalt rückte in den Fokus: Fachleute des NABU vermittelten den Schülerinnen und Schülern am Beispiel des Bibers anschaulich, wie wichtig der Schutz heimischer Tierarten und ihrer Lebensräume ist. Mit Forscherheften vertieften die Kinder ihr Wissen und gingen den Zusammenhängen zwischen Lebewesen und Umwelt auf den Grund.
Zum Abschluss wurde es noch einmal kreativ und praktisch: Die Schülerinnen und Schüler gestalteten ganz im Sinen des Upcyclings eine interaktive Ausstellung zu unterschiedlichen Lebensräumen, darunter Wüste, Gebirge und Moor. So machten sie die Vielfalt unserer Erde auf anschauliche Weise erlebbar.
Jahrgang 7: Die Schule der Zukunft – kreativ, bewegt und voller Ideen
Wie sieht eine Schule aus, an der sich alle wohlfühlen, Neues ausprobieren können und gerne zusammen lernen? Der siebte Jahrgang entwickelte eigene Ideen für die Schule der Zukunft – mit viel Fantasie, Spielfreude zusammen mit dem TheaterGrueneSosse unterstützt von der Kulturarbeit an Schulen der Neumayer Stiftung.
Vier unterschiedliche Workshops standen zur Auswahl:
- „Wie geht Chillen in der Schule der Zukunft?“ – neue Ideen für Pausen, Erholung und gemeinsame Zeit
- „No hard feelings oder Was macht Lowkey im Treppenhaus?“ – ein Blick auf Gefühle und das Miteinander im Schulalltag
- „Stranger Sports“ – neue Sportarten und ungewöhnliche Bewegungsmöglichkeiten für die Schule der Zukunft
- „Urban Gardening: Wie die Schule grüner wird“ – Ideen für mehr Grün und Natur auf dem Schulgelände
Die Schülerinnen und Schüler konnten an zwei Workshops ihrer Wahl teilnehmen und ihre Interessen und Vorstellungen aktiv einbringen. Am Ende der Woche präsentierten sie sich gegenseitig ihre Ergebnisse. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Ideen für eine zukunftsfähige Schule sein können – und wie bereichernd es ist, gemeinsam neue Wege zu denken.
Jahrgang 8: Vielfalt leben – gegen Diskriminierung, für Zusammenhalt
Wie können wir eine Gesellschaft gestalten, in der alle Menschen dazugehören? Der achte Jahrgang setzte sich intensiv mit Vielfalt, Antidiskriminierung und Empowerment auseinander. Dabei ging es auch um die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung.
Ihre Überlegungen vertieften die Schülerinnen und Schüler in zwei kreativen Werkstätten:
Zukunftswerkstatt: Eine Schule und Gesellschaft für alle
Die Teilnehmenden gründeten eigene „Parteien“, entwickelten Werte, Forderungen und Visionen für eine inklusive und diskriminierungskritische Schule und Gesellschaft. In einem kleinen Wahlkampf präsentierten sie ihre Ideen in Reden, gestalteten Patches und stellten sich den Rückfragen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.
Schreibwerkstatt: Worte, die etwas bewegen
Die Themen der Woche wurden kreativ in Sprache verwandelt. In Einzel- und Gruppenarbeiten lag der Fokus auf dem Songwriting, sodass Raum für persönliche Perspektiven, klare Botschaften und neue Gedanken zu Vielfalt und Zusammenhalt geboten wurde.
Einen wichtigen Impuls erhielten die Schülerinnen und Schüler beim Besuch der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Dort nahmen sie am interaktiven Lernlabor „Anne Frank. Morgen mehr.“ teil und beschäftigten sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen und der Frage, wie Diskriminierung begegnet werden kann.
Zusammenwachsen heißt, gemeinsam Zukunft zu gestalten
Die Zeitfensterwoche hat gezeigt, wie vielfältig das Motto „Zusammenwachsen“ mit Leben gefüllt werden kann. Ob beim gemeinsamen Lösen kniffliger Aufgaben, beim Erforschen unserer Umwelt, beim Entwickeln neuer Schulideen oder beim kreativen Einsatz für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung – überall standen Zusammenarbeit, gegenseitiger Respekt und eigene Ideen im Mittelpunkt.
Die Woche hat viele Gelegenheiten geschaffen, Neues zu entdecken, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und über den eigenen Klassenverband hinaus miteinander ins Gespräch zu kommen.
Denn Zusammenwachsen bedeutet mehr, als gemeinsam Zeit zu verbringen: Es bedeutet, einander zuzuhören, Unterschiede wertzuschätzen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Mit vielen neuen Erfahrungen und Impulsen im Gepäck kehren wir in den Schulalltag zurück – und nehmen die Idee des Zusammenwachsens mit.






